Therapie gesucht- das solltest du wissen!!!

In der Regel musst Du als Kassenpatient einer gesetzlichen Krankenkasse ca. 3-9 Monate auf einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten warten. Auch ein Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik oder Psychosomatischen Rehaklinik steht meist nicht sofort zur Verfügung. Privatpatienten haben es da ein wenig einfacher.

Alternativ bietet sich also das Coaching, eine psychologische Beratung oder eine therapeutische Behandlung bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie, einem psychologischen Berater oder einem systemischen Coach an. In manchen Fällen kann dies schon ausreichen. Jedoch kann man diese Behandlung auch als Überbrückung angehen, also als subatorische Begleitung während man auf einen Kassenplatz wartet.

Viele Betroffene stelle sich folgende Fragen:

  • Wie kann ich möglichst schnell einen Therapieplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten in meiner Stadt finden?
  • Welche Psychotherapie oder Coaching-Methode ist für mich die richtige?
  • Kennt sich der Therapeut/die Therapeutin mit dem Thema Narzissmus/narzisstischer Missbrauch aus?

In Deutschland werden nur 3 Standard-Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet: Psychoanalyse, tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie und (kognitive) Verhaltenstherapie. Die systemische Therapie wurde in diesem Jahr als Methode anerkannt. Bis diese von der Kasse auch komplett übernommen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Die Psychotherapieforschung zeigt, dass das alleinige Ausüben eines Verfahrens nicht so wirksam ist als die Nutzung verschiedener Interventionen aus unterschiedlichen Therapierichtungen. Dies ist den Kassen-Therapeuten jedoch nicht erlaubt, da sie sich streng an ihr Richtlinien-Verfahren halten müssen.

Therapieverfahren

Die Psychoanalyse ist wie bereits erwähnt eine Form der Psychotherapie, welche in Deutschland anerkannt ist. Sie wird von den Krankenkassen voll übernommen. Jedoch bedarf es dafür wie bei allen anderen von der Kasse anerkannten Therapiemethoden einer vorherigen diagnostischen Anamnese durch einen Facharzt für Psychiatrie.

Bei der Psychoanalyse handelt es sich um ein sogenanntes „aufdeckendes“ Verfahren. Die Theorie (nach Freud) besagt, dass ein ursprünglicher Konflikt in der Kindheit/ Vergangenheit nicht gelöst werden konnte und dieser sich nun gegenwärtig in unterschiedlich möglichen Symptomen (z.B. Depression, Ängsten, Schmerzen) äußert. Diese Symptome können psychischer aber auch körperlicher Natur sein. In der Therapie geht es nun darum, diesen vergangenen Konflikt „aufzudecken“, damit die Symptome im Hier und Jetzt verschwinden können. Das Setting der Psychoanalyse ist vielen aus unterschiedlichen Filmen bekannt. Der Patient liegt auf einer Couch ohne Blickkontakt zum Therapeuten und hat z.B. die Aufgabe frei zu assoziieren, d.h. seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Die Therapiefrequenz der Psychoanalyse liegt bei ca. 2 Therapiesitzungen pro Woche. Interventionen aus anderen Therapierichtungen, wie z.B. die systemische Therapie oder Hypnose sind nicht Bestandteil dieser Kassentherapie.

Bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie handelt es sich im Wesentlichen um eine Weiterentwicklung der Psychoanalyse. Das Grundprinzip ist dabei aber das gleiche, da es sich auch um ein sogenanntes „aufdeckendes“ Verfahren handelt. Anders ist das Setting. Therapeut und Patient sitzen sich gegenüber und die Therapiefrequenz liegt meist bei einer Stunde pro Woche. Dieses Verfahren ist für Krankenkassen günstiger, da diese Therapieform nicht so viele Stunden umfasst wie die Psychoanalyse.

Die kognitive Verhaltenstherapie versucht das Verhalten und die Denkweisen des Patienten zu verändern, um mit psychischen Problemen im Alltag besser umgehen zu können. Es handelt sich um ein sogenanntes „trainierendes“ Verfahren. So soll z.B. in Form einer Konfrontationstherapie trainiert werden, eine Spinne (bei einer Spinnenphobie) anzuschauen und sie sogar anzufassen. Auch sollen Denkmuster und Verhaltensmuster mittels Beobachtung, kognitiver Umstrukturierung, Selbstmanagement, Achtsamkeit und Verhaltensanalysen verändert werden. Der Körper und die Psyche soll lernen, dass die Angst bzw. Bewältigungsreaktion übertrieben ist und die Furcht oder der Trigger nicht dauerhaft aufrecht erhalten wird, wenn man sich mit einem auslösenden Angstreiz/ Trigger lang genug beschäftigt, ohne ihn zu vermeiden. Die Ursprungsbearbeitung wie bei der Psychoanalyse oder der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie spielen hier eine untergeordnete Rolle.

Wartezeiten

Da viele von narzisstischem Missbrauch- Betroffene nicht auf einen Kassen-Psychotherapieplatz warten können, stehen viele vor der Frage, ob Sie in eine psychiatrische Klinik gehen sollen, um sich dort ambulant oder stationär behandeln zu lassen. Viele schrecken jedoch vor Medikamenten in Form von Psychopharmaka zurück und suchen daher nach anderen therapeutischen Alternativen als eine Akutklinik. Auch kann eine Diagnosestellung (denn auch bei den Betroffenen könnte eine Persönlichkeitsstörung festgestellt werden) die Therapiebereitschaft erschweren. Auch kann eine psychiatrische Diagnose einen Arbeitsplatzverlust zur Folge haben, denn in manchen beruflichen Bereichen sind psychische Störungen immer noch ein Tabu.

Coaching, Beratung & Psychotherapie für Selbstzahler

Überbrückungstermine: Du beantragst einen Kassen-Psychotherapieplatz (Wartezeit meist 3-9 Monate) und nimmst in der Zwischenzeit 6-10 Einzelsitzungen in unserer psychologischen Coaching Praxis in Hamburg wahr. Auch hast Du die Möglichkeit Online über Email oder via Telefon Kontakt mit uns aufzunehmen und relativ kurzfristig einen Termin zu bekommen. Auch kannst Du an unserem kompletten Coachingprogramm teilnehmen. Dieses Programm wird auch über Skype oder Zoom angeboten. In dieser Zeit erfährst Du bereits eine deutliche Entlastung und Reduzierung der belastenden Symptome. Du entscheidest im Anschluss selbst, ob Du den Kassentherapie-Platz noch benötigst und wahrnehmen möchtest oder nicht. Sofern Du lieber persönlich mit einem Therapeuten arbeiten möchten, hast DU die Möglichkeit HIER nach einem geeigneten Coach / Heilpraktiker zu suchen.

Auch hast du die Möglichkeit unabhängig vom Coachingprogramm von uns systemisch beraten zu werden.

Denn genau in dieser Thematik setzt der Systemische Ansatz in der Beratung an.

U.a. werden die toxischen Kreisläufe aufgedeckt in der sich die Betroffenen von narzisstischem Missbrauch befinden, neue Denk- und Verhaltensmuster besprochen und trainiert (Glaubenssätze und innere Dialoge erkannt und aufgelöst). Die Betroffenen werden von uns in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Die lebenslang indoktrinierten falschen Überzeugungen und Bewertungen werden aufgedeckt. Erlebtes wird umdefiniert und aus einer anderen und vollkommen neuen Perspektive betrachtet. Die Betroffenen lernen sich in ihrem Umfeld selbst zu behaupten und Grenzen zu setzen. Gleichzeitig wird die Selbstliebe und der Selbstwert aufgebaut und gestärkt. Auch hast du die Möglichkeit ein Kommunikationstraining mit uns zu machen oder einfach nur deine Geschichte uns zu erzählen. Wir hören dir zu. Wir sind für Dich da.

Zusätzlich bieten wir Entspannungskurse an oder halten Vorträge zum Thema in Unternehmen.

Muss sich der Therapeut explizit mit narzisstischem Missbrauch auskennen?

Der Therapeut sollte die toxischen Beziehungsverläufe kennen und wissen, welche Folgen sich aus solch Beziehungen für die Betroffenen ergeben. Nur wenn der Therapeut sich mit der Materie auskennt, kann er die von ihm angebotene Therapieform bei dieser Thematik erfolgreich anwenden. Wir empfehlen systemische und traumatherapeutische Verfahren. Auch innere Kind- Arbeit (kommt in der Schematherapie vor) ist ein sehr bewährter Ansatz.

Am Ende ist die Chemie zwischen Klient und Therapeut entscheidend und nicht die Methode.

Spezialisiert auf das Krankheitsbild „narzisstische Persönlichkeitsstörung“ sind die Kliniken in Hamburg- Ochsenzoll mit Professor Dr. Claas- Hinrich Lammers, Uniklinik Mainz (Station 5) und die Berliner Charite, Professor Dr. Stefan Röpke.