Warum es gut ist ein „Narzissmusopfer“ zu sein

Ganz viele Menschen verstehen oft nicht, wie es einem Narzissmusopfer geht und was es bedeutet die Opferrolle zu verlassen- ganz einfach, weil sie noch nie mit einem Narzissten zusammen waren. Viele erkennen noch nicht einmal, dass ihr Partner ein Narzisst ist. Nein sie halten ihren Partner für völlig gesund. Eher sehen sie sich als die Person, die Hilfe braucht oder bezichtigen sich gar selbst der Narzisst oder die Narzisstin zu sein. Der Partner kann sie noch so subtil manipulieren, sie glauben immer noch, sie wären an allem Schuld, trotz der Red Flags, der Flying Monkeys und dem andauernden Gefühl es würde etwas nicht stimmen. Möglicherweise geht es sogar Dir genauso. Ja, genau, wir meinen dich, der das jetzt liest.

Fühlst du dich auch als Opfer eines Narzissten?

In unsere Beratungen rufen uns häufig Männer und Frauen an, die davon überzeugt sind, dass der Partner ein Narzisst ist – meistens ganz ohne, dass dieser diagnostiziert ist. Ebenso aber bekommen wir auch Anrufe von Männern und Frauen die glauben sie selber wären der Narzisst oder die Narzisstin. Sie wollen von uns dann oft eine Bestätigung für ihre Selbstdiagose haben. Und Natürlich hören wir wirklich jedem zu, denn uns interessiert der Mensch in seiner Ganzheit

Die Suche nach Bestätigung dass der andere ein Narzisst ist, ist nur kurzfristig hilfreich

Die „Opfer“ von Narzissten fühlen sich von ihrem Umfeld oft nicht ernst genommen, rufen bei zig Beratungsstellen an, wo sie auch keine Bestätigung für ihre Vermutung erhalten und verlaufen sich dann in Online – Selbsthilfegruppen in denen man Ihnen sagt, dass sie sich unbedingt trennen müssen, in den No- Contact gehen sollen, einen Anwalt einschalten, und man genau wüsste, was in Ihnen vorgeht. Ihr Umfeld dagegen ist überfordert und scheinbar zu verblendet um zu erkennen, dass der Partner wirklich ein Narzisst ist. Keiner würde verstehen wie schwer es ist die Tipps und Ratschläge umzusetzen. Manchmal wendet sich das Umfeld sogar ab, dabei ist es offensichtlich welche Qualen das Opfer eines „Narzissten“ erleidet.

Es scheint keinen Ausweg aus der Opferrolle zu geben

Nur ganz wenige Menschen also verstehen die Dimension indem sich das Opfer eines Narzissten befindet. Es scheint keinen Ausweg zu geben. Aber muss es den auch geben? Kann es nicht auch ein Vorteil sein, ein Opfer zu sein?

Der Blogger Samjul Yuri hat einige Vorteile aufgelistet, die vielen Außenstehenden gar nicht bewusst erscheinen. Wenn man erst einmal versteht, dass es auch etwas Positives gibt, versteht man vielleicht auch warum manch einer lieber in der Opferrolle verharrt, statt Verantwortung zu übernehmen und die vielen Tipps und Ratschläge anzunehmen oder umzusetzen, die in Selbsthilfegruppen oder von Freunden oder Angehörigen gegeben werden. Dazu gibt es dann zahlreiche Buchempfehlungen in denen ganz häufig das Problem beschrieben wird und sogar Lösungen angeboten werden. Leider sieht man dann in den „Rezensionen“ dass es ganz viele Leser gibt, die auf eine schnell umsetzbare Lösung gehofft haben und dann enttäuscht waren, dass sie immer die selben Tipps und Ratschläge gelesen haben.

Aber vielleicht verstehst du, wenn du die Tipps gelesen hast, dass du Hilfe brauchst (In Form einer Therapie oder eines Coachings) um die Opferrolle zu verlassen, wenn du diese denn wirklich verlassen möchtest, außer du hoffst weiterhin durch Youtube oder Bücher eine schnelle Lösung zu finden.

Denn manch Tipp wird auch am Ende dieses Textes genannt werden, der nur darauf wartet umgesetzt zu werden.

Sechs Verhaltensweisen, die dich garantiert in der Opferrolle gefangen halten

  1. Bequemlichkeit – Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und etwas zu ändern erfordert Aktivität. Du musst deine Komfortzone verlassen und dein Leben pro-aktiv gestalten. Vielleicht ist dir das zu anstrengend. Vielleicht hast du auch einfach nur einen dicken, fetten Schweinehund, der dir im Weg ist.
  2. Du bekommst Trost und Mitleid – Wenn dein Leben so richtig schief läuft, gibt es immer Menschen, die Mitleid mit dir haben. Sie trösten dich und sprechen dir Mut zu und dann geht’s dir besser. Dieser unbewusste Wunsch nach Trost und Fürsorge kommt aus deiner Kindheit: Denn als Kind wurdest du getröstet, wenn dir irgendwas passiert ist. Genau das willst du auch heute noch. Deswegen bleibst du in deiner Opferhaltung stecken. Deswegen gerätst du übrigens auch oft an toxische Menschen. Denn Lovebombing ist ebenso Balsam für die Seele wie Trost und Mitleid.
  3. Du willst nicht Schuld sein – Solange du anderen die Schuld geben kannst, musst du selbst keine Verantwortung für dein Leben übernehmen. Eigenverantwortung macht dir vielleicht deshalb Angst, weil du es als Kind nicht gelernt hast. Oder du traust dich nicht, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen (siehe nächster Punkt). Es ist also viel einfacher, andere entscheiden zu lassen für einen um ihnen dann die Schuld zu geben, wenn sie es nicht so gemacht haben, wie du es vielleicht wolltest. Wo wir beim nächsten Punkt sind.
  4. Du willst keine Entscheidungen treffen – Entscheidungen zu treffen fällt vielen Menschen schwer. Was, wenn du dich falsch entscheidest? Was, wenn du dann für deine (falsche) Entscheidung verantwortlich gemacht wirst? Anstatt also selbst zu entscheiden, überlässt du das lieber anderen. Dann kannst du denen wenigstens hinterher die Schuld geben. Und wenn diese sich dagegen wehren, kannst du ihnen Schuldumkehr unterstellen, weil die ja nicht einsehen wollen, dass sie einen Fehler gemacht haben.
  5. Du hast Angst für deine Meinung abgelehnt zu werden – Nun wer sich einsetzt, setzt sich aus. Wer was verändern will, eckt an. Wer seine Meinung sagt, hebt sich von der Masse ab. Wer eine eigene Meinung hat und dazu steht fällt unangenehm auf. Na Und !!! Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom. Und du bist nicht tot. Du lebst. Also gib deinem Leben mehr leben, bevor du irgendwann stirbst und bereust deinem Leben nicht mehr leben gegeben zu haben.
  6. Du verwechselst Selbstfürsorge mit Egoismus und Selbstliebe mit Narzissmus – Dabei haben wir alle narzisstische Anteile. Und es ist nun mal wichtig zu sich selbst zu stehen und liebevoll mit sich selbst umzugehen. Wenn das als Narzissmus bezeichnet wird und du deswegen nichts verändern willst, dann bleib halt ein Opfer. Wenn der Narzissmusbegriff nicht so negativ konnotiert wäre, würdest du vermutlich sogar in aller Öffentlichkeit dazu stehen, dass du einen Selbstwert hast. Du hättest kein Problem damit stolz zu sein und du würdest dich nicht mehr für alles entschuldigen.

Das sind alles Gründe, die dich in der Narzissmus – Opferrolle gefangen halten.

Du gibst allem die Schuld: Zum Beispiel sagst oder denkst du sowas wie: „Ich hab kein Selbstbewusstsein, weil mich meine Eltern nicht geliebt haben. Ich bin total unsicher um Umgang mit anderen Menschen, weil ich in der Schule gemobbt wurde. Ich hab sowieso immer nur Pech…“

Du findest ständig Ausreden: „Ich hab die und die Krankheit und kann deswegen XY nicht machen. Wegen dem Mistwetter kann ich nicht joggen. Ich kann meine Träume nicht verwirklichen, weil ich mich um meine Kinder / meine Eltern / den Hund kümmern muss…“

Du ärgerst dich über alles: Dazu gehören solche Gedanken wie: „Mein Chef ist immer total gemein zu mir. Mein Partner treibt mich in den Wahnsinn. Meine Kinder haben mir den Tag versaut.“ Außerdem nimmst du auch immer alles persönlich…

Du versinkst in Selbstmitleid: Du versuchst gar nicht erst, irgendwas zu ändern – es klappt ja sowieso nicht. Das Leben ist soooooo gemein zu dir. Du fühlst dich so richtig hilflos und ausgeliefert. Du kannst schließlich nichts dafür, dass dein Leben so scheiße läuft…

Erkennst du dich in einem oder mehreren Punkten wieder?

Möchtest du die Operrolle jetzt lieber verlassen?

Oder buche noch heute dein Opferbefreiungscoaching