Maligner Narzissmus

Maligner Narzissmus ist eine Steigerung des Narzissmus hin zum Skrupellosen und Gemeinen. Er kann als die Kombination einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, antisozialen Verhaltens mit hohem Aggressionspotenzial und einer Neigungen zur Paranoia gesehen werden. Experten schreiben diese Merkmale auch den Mitgliedern der dunklen Triade zu.

Maligner Narzissmus äußert sich durch eine brutale und gefühllose Vorgehensweise. Diese Störung dürfte auf schwere Kränkungen in der Kindheit zurückzuführen sein. Die Erlebnisse, die der maligne Narzisst in seiner Kindheit gemacht hat, müssen derart schlimm gewesen sein, dass er das Gefühlsleben vollständig unterdrückt, um sich vor weiteren emotionalen Verletzungen zu schützen.

Pflegt man seine Gefühle nicht, kümmert man sich nicht um sie, so gehen sie verloren – sie verkümmern.

Dies ist der Grund, weshalb der maligne Narzisst in Situationen, in denen Gefühle angebracht wären, keine zeigt.

Maligne Narzissten empfinden Gefühle als Schwäche. Deswegen zeigen sie fast nur negative Gefühle, wie Wut oder Verachtung. Auch neigen maligne Narzissten oft zu Mobbing, Schikane und schlimmstenfalls auch körperlicher Gewalt, wenn diese ihnen dabei hilft ihre Ziele durchzusetzen.

Maligne Narzissten schrecken nicht vor körperlicher Gewalt zurück.

Maligner Narzissmus: Schwarz- Weiß denken ist Standard

Maligne Narzissten sind nicht in der Lage, etwas „feiner“ einzuschätzen, sondern verfallen schnell in extreme Kategorisierungen. Ihnen fehlt die Empfindungsfähigkeit: Entweder alles ist unübertrefflich oder alles ist schlecht – Abstufungen gibt es keine. Der maligne Narzissmus lässt nur Schwarz oder Weiß zu.

Maligne Narzissten sind extrem leicht verletzlich in ihrem schwachen Selbstwertgefühl. Aus diesem Grund leben sie ihre bösartigen Aggressionen ungeniert aus. In ihrer krankhaften Wut zerstören sie alles, was ihnen im Weg steht. Begleitet werden sie dabei nur von ihrer Wut, ein schlechtes Gewissen kennen sie nicht.

Eine Reihe von Merkmalen des malignen Narzissmus lässt sich anführen:

  • Der maligne Narzisst ist primitiv in seiner Machtausübung. Er ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Gefühle für andere kennt er nicht.
  • Er ist rücksichtslos, sadistisch, sprunghaft und herzlos.
  • Die Suche nach Macht und Reichtum erscheint zwanghaft.
  • Es existieren für ihn nur eigene Regeln und Gesetze. Allgemeine Sitten kennt er nicht. Es gilt allein das Recht des Stärkeren.
  • Eine Moral kann er entwickeln, wenn er sich durch diese einen Vorteil erhofft.
  • Er ist ungeduldig und aggressiv, wenn die Stimmung angespannt ist.
  • Er zeigt keinerlei Verantwortungsbewusstsein oder Gewissen, wenn es darum geht, die Herrschaft einer Gruppe zu erlangen.
  • Andere Menschen demütigt und entwürdigt er. Er zeigt einen ausgeprägten Neid.
  • Er sieht in anderen böse und hinterhältige Menschen, da er Angst hat, diese könnten ihn vom „Thron“ stoßen.
  • Er kann infolge eines sexuellen Missbrauchs durch seine Mutter zum Frauenhasser werden, der insbesondere Frauen niederträchtig und verachtend behandelt

Beispiele von malignem Narzissmus anhand einiger prominenter Persönlichkeiten

Viele Kriminelle und Verbrecher sind unter diesen bösartigen Narzissten zu finden, aber auch bekannte Führer und Diktatoren wie z.B. Nero, Hitler, Stalin, Attila.

Auch etliche Amokattentäter wie z.B. der Todesschütze von Erfurt wiesen Merkmale des malignen Narzissmus auf.

Maligner Narzissmus muss nicht zwangsläufig kriminell sein

Der bösartige Narzissmus findet sich nicht ausschließlich in kriminellen und zerstörerischen Taten, sondern ist auch im alltäglichen Leben zu entdecken. Auch sind maligne Narzissten in jeder gesellschaftlichen Schicht zu finden.

Im Alltag äußert sich der maligne Narzissmus sich zum Beispiel in erdrückendem Dominanzverhalten in der Partnerschaft, im beruflichen Umfeld oder in der Familie. Verhaltensweisen wie das Abwerten, Mobben, Intrigieren oder Schikanieren gehören zum Tagesprogramm.

Da der Narzissmusbegriff kein juristischer Begriff ist, kann man den malignen Narzissten für seinen ausgeprägten Sadismus, welcher als solcher erstmal zu beweisen ist, in keinster Weise bestrafen. Die Qualen die seine Opfer ertragen, sind unermesslich hoch und können nur sehr selten nachempfunden werden, was es ihm so leicht macht, seine Taten zu verschleiern, während seine Opfer unentdeckt in der Ecke liegen und sich vor Schmerz krümmen.