Warum sind wir dauernd in Konflikten , vor allem mit uns selbst? Warum können wir mit narzisstisch strukturierten Menschen keine Konflikte lösen? Warum haben wir dauernd das Gefühl, dass diese Menschen recht haben wollen? Und ist es möglich, dass es einfach nur Trigger sind oder Missverständnisse die den Konflikt auslösen und nicht der Mensch, den wir als Narzissten bezeichnen?

Ich könnte an dieser Stelle noch weitere Fragen formulieren. Ich versuche es einfach mal mit einer Reihe von Beispielen die wir aus unserem Alltag kennen. Vielleicht finden Sie sich ja wieder.

a) Ich streite oft mit meinem Partner wegen Kleinigkeiten

b) Wenn wir streiten, rechne ich immer mit dem Schlimmsten (Trennung, Schweigen, etc.)

c) Wenn wir streiten, gebe ich schnell klein bei

d) Wenn wir streiten, gibt er mir oft die Schuld daran

e) Wenn wir streiten, erwartet er immer, dass ich mich bei ihm entschuldige

f) Ich befürchte mein Partner ist ein Narzisst

g) Ich versuche es meinem Partner stets recht zu machen

h) Ich habe das Gefühl, es dreht sich alles um meinen Partner

i) Manchmal glaube ich, dass er lediglich Recht bekommen will

j) Ich fühle mich oft ausgenutzt

k) Mir fällt es schwer zu vertrauen

l) Ich möchte immer alles verstehen

m) Wenn ich etwas nicht verstehe, fühle ich mich oft hilflos

n) Wenn ich etwas nicht verstehe, muss ich immer diskutieren

o) Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich NEIN sage

p) Mir fällt es schwer ein NEIN von meinem Partner zu akzeptieren

q) Ich fühle mich oft nicht geliebt

r) Mir fällt es schwer zu meiner Meinung zu stehen

s) Ich lasse mich oft beeinflussen

t) Meine Größte Angst ist….

u) Ich fühle mich oft wertlos

v) Mir ist Bestätigung sehr wichtig

w) Ich denke oft, dass der andere sich ändern muss

Sie sehen, es gibt zahlreiche Konflikte. Und ja, fast alles hat mit der Kommunikation zu tun. Konflikte finden sich nicht nur in der Partnerschaft, sondern auch am Arbeitsplatz. Auch hier haben wir eine Reihe von Beispielen zusammen getragen. Wenn Sie sich wieder finden umso besser, denn in diesem Programm werden sie nicht nur lernen wie sie mit narzisstisch strukturierten Menschen kommunizieren können, sondern wir zeigen Ihnen auch, wie Sie Konflikte lösen können. Und als Bonus lernen Sie sich selbst noch ein Stück weit besser kennen.

a) Ich habe oft das Gefühl mehr zu machen, als alle anderen

b) Ich wünsche mir oft, dass meine Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird

c) Ich fühle mich oft wie ein Hievi, der niedere Tätigkeiten verrichten muss

d) Meine Kollegen trampeln auf meinen Gefühlen herum

e) Mein Chef ist ein Choleriker

f) Ich kann mich nicht abgrenzen

g) Immer wenn ich Nein sage, habe ich ein schlechtes Gewissen

h) Manchmal mache ich Überstunden, auch wenn ich eigentlich etwas anderes vor habe

i) Ich habe Angst meine Arbeit nicht zu schaffen

j) Ich bin manchmal überfordert mit meiner Arbeit

k) Ich übernehme freiwillig Aufgaben anderer und bekomme es nicht gedankt

l) Ich fühle mich manchmal gemobbt

m) Ich habe Angst meinen Job zu verlieren

n) Mir ist es wichtig, dass andere ein positives Bild von mir haben

o) Mir fällt es schwer andere um Hilfe zu bitten

p) Mir ist Harmonie wichtig

q) Ich habe oft Angst meine Meinung zu sagen

r) Manchmal gehe ich schon mit einem unguten Gefühl zur Arbeit

s) Ich war schon mindestens einmal krank geschrieben, wegen Konflikten auf Arbeit

t) Ich bin oft niedergeschlagen, wenn ich meine Arbeit nicht schaffe

u) Ich rechtfertige mich oft oder habe das Gefühl ich muss das tun

v) Meine größte Angst ist:

w) Wenn ich etwas daran ändern könnte, würde ich es tun, auch wenn ich nicht weiß wie…

Wie sind sie bislang mit Konflikten umgegangen? Welche Strategien haben sie bislang angewandt? Und haben diese funktioniert? Also ich meine jetzt langfristig und nicht bloß als Notlösung vorübergehend. Wie haben sie ihre Strategien kommuniziert? Wussten die anderen, dass sie gerade in einem Konflikt stecken? Waren sich die anderen darüber bewusst, dass sie gerade nicht klar kommen mit dem System? Wussten die Kollegen, dass sie fest steckten? Fühlten Sie sich nicht ernst genommen oder wahrgenommen? Haben sie deswegen nichts gesagt? Hatten Sie Angst?

Kommunikation kann alles sein, jedoch kann man NICHT nicht kommunizieren. Das sagte schon Paul Watzlawik dem Vater der Kommunikationspsychologie, auf dem so ziemlich alles begründet ist, was mit Kommunikation zu tun hat. Er erkannte auch, dass wir auf vielen Ebenen kommunizieren, also verbal und nonverbal.

Johann Wolfgang von Goethe sagte einst, dass niemand viel kommunizieren würde, wenn er sich bewusst wäre, wie oft man den anderen missversteht. Auf unser Programm bezogen heißt es, dass man jeden irgendwie missverstehen könnte und dann auch noch die Schuld bei dem suchen würde, den man missversteht. In dem Falle ist der andere ein Narzisst. Das ist eine einfache Erklärung, aber macht jede Kommunikation irgendwo sinnlos.

Ziel des Ganzen ist: Wie kommuniziere ich mit…. (Narzissten?). Welche Sprache ist typisch narzisstisch bzw.. was verbinde ich explizit mit Narzissmus? Und gleichzeitig stellen wir auch in Frage… ist das, was wir tun (oder sagen) wirklich narzisstisch oder ist es nur eine Folge von Prägungen, Erfahrungen und daraus mündenden Denk- und Glaubensmustern?

Ziel kann also nur sein: Wie kommuniziere ich erfolgreich? Wie kommuniziere ich verbindlich? Wie kann ich kommunizieren, so dass meine Bedürfnisse und die meines Gegenübers erfüllt werden. Das Hauptbedürfnis dürfte dabei sein, verstanden, gesehen und akzeptiert zu werden. Wenn ich verstanden werde, sehe ich das als meinen persönliche Erfolg an. Ich bekomme gerade das, was ich brauche. Ich verbuche das als Gewinn.

Eine erfolgreiche Kommunikation ist kein Zufall, sondern ein bewusster Prozess der lebensverbindenden Gesprächsführung. Wir kommunizieren den ganzen Tag mit anderen Menschen, doch wissen wir oft nichts über die Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation. Lebensverbindendes Zuhören“ ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation.

Und so geht es den meisten Menschen. Es geht hier um lebensverbindendes Zuhören: Dem Gegenüber das Gefühl zu geben, dass er in diesem Moment für dich der interessanteste Mensch weit und breit ist. Du gibst ihm die volle Aufmerksamkeit.

Wir nehmen Kontakt zueinander auf um uns zu verbinden. Das heißt wir versuchen eine Verbindung zueinander herzustellen, sei es freundschaftlich, partnerschaftlich oder einfach auch nur der Lebenssituation entsprechend.

Gute Kommunikation bedeutet: Dein Gesprächspartner darf dir auch das Gleiche sagen, ohne dass du irritiert oder gar gekränkt wärst. Lebensverbindendes Zuhören ist eine Grundvoraussetzung für deine persönliche erfolgreiche Kommunikation. Wende die vorgestellten Techniken einfach an und du wirst erstaunt sein, wie sich deine Gespräche zum Positiven verändern.

Konstruktive Kommunikation mit narzisstisch strukturierten Menschen- Teil II

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